Seriencheck: How to get away with murder

Darum gehts:

Eine Studentengruppe im ersten Semester Jura lernt bei Professorin Annalise Keating ganz praxisnah: Die besten arbeiten nämlich neben dem Studium als ihre Assistenten in Keatings Kanzlei. An echten Fällen.

Dabei ist der didaktische Zugang, den Annalise im Unterricht verfolgt, ein besonderer: Die Studenten lernen nicht einfach die Paragraphen, sondern gehen Fälle immer unter der Fragestellung durch: „Wie komme ich mit Mord davon?“ (Daher der Titel der Serie…)

Sehr spanndender dramaturgischer Kniff: In „Flash-Forwards“, also Vorausblenden, bekommen wir Bruchstücke aus einer offensichtlich dramatischen Nacht präsentiert. Puzzleteile, die sich nach und nach zu einem Bild fügen. Offenbar bewegen sich unsere Studenten auf ein Drama zu. Der Weg zum ganzen Bild ist brillant inszeniert, immer wieder twistet die Handlung in eine neue, ungeahnte Richtung.

Deshalb ist das super:
  1. Annalise Keating ist ein wahrhaft einnehmender Charakter – und entblättert nach und nach ihre Vielschichtigkeit. Mit jeder Folge häutet sie sich mehr. Wie eine Zwiebel. Was manchmal tatsächlich zum Heulen ist.
  2. Die Handlung ist verschachtelt und komplex. Mehrere Fälle verbinden sich hier auf verschiedenen Zeitebenen, die Figuren verstricken sich – miteinander, gegeneinander, in Widersprüche und Konflikte.
  3. Der Soundtrack treibt, ist immer auf den Punkt. Allein das „Soundlogo“ am Ende des Vorspanns qualifiziert sich sehr schnell als SMS- oder Klingelton.
  4. Weil es eine Serie von Shonda Rhimes ist, der Erfinderin von Grey’s Anatomy.
Wer How to get away with murder mag, dem gefällt auch …

… Scandal, Damages.

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