Archiv für die Kategorie ‘Gesehen’

Ein Lena Meyer-Landrutschsieg*!

Sonntag, 30. Mai 2010

27726_398679514389_603484389_3895949_5675641_nUnglaublich! Hammer! Großartig! Leeeeeeeena! – So oder ähnlich schallte es kurz nach Mitternacht am 29./30. Mai 2010 auf allen Kanälen. Vor allem den digitalen. Facebook, Twitter, Blogs, Gästebücher: Sie waren im Eurovision-Taumel.

Nach 28 Jahren hat Deutschland also zum zweiten Mal den europäischen Gesangswettbewerb gewonnen, die weltgrößte Show ihrer Art. Mit einer Sängerin, die auf die angenehmste Art alles das modern repräsentiert, mit dem sich 1982 schon Nicole in die Herzen der Jurys und Zuschauer gesungen hat.

Wer nicht mit anderen vor dem Fernseher Party machte, tauschte sich im Netz mit anderen aus. “Lagerfeuer 2.0″ hat der Fachdienst DWDL.de das getauft. Die besten Kommentare aus den diversen Chats und Blogs habe ich hier zusammengestellt:

  • “Der walisische Zypriot (oder umgekehrt) kriegt einen Ehrenpreis für das sämigste Milchgesicht des Abends.” (Johannes Waechter bei sueddeutsche.de)
  • zum englischen Beitrag: “Rick Astley mit amputiertem Kehlkopf wäre besser.” (Facebook)
  • “Das hat wehgetan, Großbritannien. Alexander-Klaws-Double mit einer wirklich lahmen Nummer.” (bild.de)
  • Weissrussland. Ganz putzig. Für eine Diktatur.” (Marc Baumann bei sueddeutsche.de)
  • bei der Punktevergabe: “Malta: die Frau, die dafür sorgt, dass die Insel nicht abhebt.” (Facebook)
  • Lettland gibt uns 12 Punkte. Norwegen gibt uns 12. Meine Damen und Herren, wir schreiben Geschichte (ein bisschen zumindest). Wird Franz Beckenbauer nach dem Sieg einsam über die Bühne spazieren, gedankenversunken?” (Marc Baumann bei sueddeutsche.de)
  • “‘Das ist ein Titel, der gewinnen kann’ urteilt Peter Urban über Lena – bei knapp 40 Punkten Vorsprung. Urban ist vermutlich kurz vor Schnappatmung.” (Martina Koch bei sueddeutsche.de)
  • Langsam gewöhnen wir uns daran: ‘12 points go to Germany!’ Auch aus der Schweiz die volle Punktzahl.” (bild.de)
  • “Wir sind Lena!!! Jetzt müssen wir nur noch die WM gewinnen.” (Facebook)
  • Auf Wiedersehen Scorpions, Hallo Lena. Raab jubelt mit Flagge, Lena fasst es nicht. Die Frau ist 19. Jetzt: lebenslang Satellite. Fluch und Segen. Aktuell sehr viel mehr Segen. Peter Urban: ARD und Pro Sieben übertragen live wenn Lena am Flughafen landet. Gaaaanz ruhig, ARD, gaaaanz ruhig. Durchatmen.” (Marc Baumann bei sueddeutsche.de)
  • “29. Mai neuer Nationalfeiertag. 3. Oktober wird abgelöst!” (Facebook)
  • “Werft die Windmaschinen weg, packt die Flammenwerfer ein – ab heute regiert die neue Natürlichkeit!” (Johannes Waechter bei sueddeutsche.de)
  • Unglaublich! Jetzt muss Stefan Raab noch schnell bis Montagabend die Nationalmannschaft zusammenstellen und dann werden wir auch noch Weltmeister!” (Denis Schneider bei Facebook)
  • Europe: You can’t afford all this dancing. You’re in debt! Get back to work!” (@jeffjarvis bei Twitter)

*Die Formulierung aus der Überschrift stammt übrigens aus einem Tweet von @saschalobo!

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    Hochdekokrierte Hamster

    Sonntag, 16. Mai 2010

    Zwei Hamster rocken ein Filmfest: Die zwei namenlosen Helden des Kurzfilms “Die neue Waschmaschine” waren die heimlichen Stars der 68. Deutschen Filmfestspiele in Krefeld.

    Das ist das jährliche Festival der nichtkommerziellen Filmemacher hierzulande. Ein buntes Familientreffen engagierter, begeisterter und begeisterungsfähiger Filmautoren, die mit einfachsten Mitteln ambitionierte und sehenswerte Streifen abliefern.

    Der Mediengestalter Winfried Bellmann hatte mit seinem Hamster-7-Minüter im Jahr 2008 Diplom gemacht – und reüssiert damit seitdem regelmäßig auf Festivals im In- und Ausland. Unter 67 Werken aus ganz Deutschland sorgten die beiden Hamster mit ihrer Eroberung des ultimativen Laufrades (Waschmaschine) für Begeisterung bei Zuschauern und Jury. Am Ende gabs einen der sieben Filmpreise, den Sieg in der Publikumswertung und eine von fünf Weitermeldungen zum Internationalen Festival der nichtkommerziellen Filmemacher, zur UNICA.

    Winfried Bellmann (zusammen mit Doreen Schweikowski) durfte sich außerdem über den FantEx-Wanderpreis für den besten Fantasy-/Experimental-Film freuen: “Timetravel Inc. E”.

    Doch der Abräumer aus Erfurt stellte damit nicht die Leistung der anderen Filmemacher in den Schatten, die eine beeindruckende Zahl sehenswerter, emotionaler, informativer Filme aus verschiedenen Genres boten. Die anderen sechs Filmpreise vergab die Jury (Schauspielerin Dorothea Neukirchen, Fotograf Jürgen M. Wogirz und ich) an diese Filme:

    • In “Zwischen Licht und Schatten” zeichnet Fabian Gießler nach, wie sich die Demenz in die Beziehung eines Ehepaares schleicht. Sensibel und realistisch erzählt, mit feinem Humor und ohne rührselig zu werden, berührte Gießler Zuschauer und Juroren.
    • Ähnlicher Titel, ganz anderes Thema: “Lichterglanz und Feuerzauber” von Christine und Klaus Wilkerling schildert im Stil der klassischen Reportage ein abenteuerliches Ballon- und Lichterfest in Myanmar. Ganz nah dran, lassen die Autoren die Zuschauer mitfiebern und staunen. (weiterlesen…)
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    Lena gegen den Rest der Welt

    Samstag, 13. März 2010

    “Satellite” also, das ist “unser Lied für Oslo”. Über die Entscheidung wird viel diskutiert: Wäre ein anderer Song besser gewesen? Können wir mit sowas in Oslo punkten? Sooo viele Experten und Falsche-Töne-Raushörer melden sich jetzt in den Zeitungsforen zu Wort und prophezeihen Deutschland schon wieder 0 Punkte.

    Dabei brachte Stefan Raab es auf den Punkt, als er auf die Unberechenbarkeit der Contest-Zuschauer hinwies. Wer sich die Sieger der letzten Jahre anschaut, merkt ja auch, dass da verschiedenste Richtungen vertreten waren.

    Aber blicken wir nach vorn und schauen mal, wer so für die anderen Länder antritt. Denn wir waren nicht die ersten, die ihren Star für Oslo benannt haben. Zunächst aber zur Erinnerung – das hier ist unser Lied am 29. Mai 2010:

    Blicken wir zuerst auf die Führenden in der ewigen Bestenliste des Grand Prix, Irland. Die Iren schicken mit Niamh Kavanagh eine ins Rennen, die den Wettbewerb schonmal gewonnen hat, 1993 mit “In your eyes”. Das hat ja bei Johnny Logan schonmal geklappt für Irland… “It’s for you” heißt die Nummer für Oslo 2010. Und so klingt sie:

    (weiterlesen…)

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    Mein Star für Oslo

    Freitag, 05. März 2010

    In der WDR4-Rubrik “Auf ein Wort” habe ich mich anlässlich des Viertelfinals am 05. März mit “Unser Star für Oslo” beschäftigt. Denn für mich steht die Siegerin schon fest. Ich hab mal geguckt, was Lena Meyer-Landrut mit der bislang einzigen deutschen Siegerin gemeinsam hat:

    Sie hat Europa damals verzaubert: Dieses langhaarige, unschuldige Mädchen mit der weißen Gitarre sang sich in die Herzen der Jurys. Ein deutsches Mädchen, das sich im kalten Krieg ein bisschen Frieden wünschte – Nicole traf den Nerv. Und nun scheint sie da zu sein, Nicole 2010 – nur heißt die nicht Nicole, sondern Lena. Lena Meyer-Landrut. Noch hat sie längst nicht gewonnen, vier Konkurrenten buhlen noch mit ihr um die meisten Anrufe – und Favoritensterben ist so ein fieses Wort. Zumal die anderen auch alle singen können: Kerstin, die 1-Meter-80-Elfe mit der engelsgleichen Stimme. Jennifer, die Rock-Röhre mit viel Energie, Sharyhan Osman, die sogar selbst hörbare Songs schreiben kann. Und natürlich Christian Durstewitz, den alle Dursti nennen, manche sogar Flitzpiepe – was durchaus liebevoll gemeint ist. (weiterlesen…)

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    Wo ein rauhes Wort dich trägt …

    Samstag, 09. Januar 2010

    … weil dich hier kein Schaum erschlägt. – So beginnt die neue Ruhrgebiets-Hymne, die Herbert Grönemeyer heute bei der RUHR.2010-Eröffnung in Essen vorgestellt hat. Und die – hören Sie mal genau hin – zunächst ein bisschen klingt wie “Glückauf, der Steiger kommt”.

    Toller Song, Ohrwurmcharakter – auch wenn man (Herbert-typisch) nicht sofort alles versteht. Akustisch. Wer’s dann nachliest, stellt fest: Ja, auch er spielt natürlich mit den Klischees, aber künstlerisch, lyrisch, verpackt sie einfach besser als andere. Und, seien wir ehrlich, irgendwo müssen die Klischees ja herkommen, ein wahrer Kern wird schon drin sein.

    Es ist ein bisschen wie “Bochum 2.0″, dieses “Komm zur Ruhr”. Eben moderner, weg vom Kirchturmdenken, hin zur Region, meinetwegen auch zur “Metropole Ruhr”.

    Textvergleich im Einzelnen:

    • Erstmal örtliche Einführung: Aus “Tief im Westen, wo die Sonne verstaubt” wird “Wo ein rauhes Wort dich trägt”. Eins zu Null für den neuen Text. Poetischer. Und wahrer, denn die Sonne verstaubt nicht mehr, aber “Hömma, du Kackbratze”, das hört man hier immer noch. (weiterlesen…)
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    Was bleibt vom Fernsehjahr?

    Sonntag, 20. Dezember 2009

    2009 ist rum – was gab’s im Fernsehen? Immer noch Wetten, dass..?, einen 3-Millionen-Gewinn bei Schlag den Raab, die Grüne Hölle beim ZDF, unsere Lokalzeit hat ne chice neue Deko – und Horst Schlämmer gab überall Interviews.

    Naja, und dann gabs ja noch die beiden, die Horst Schlämmer als beste echt wirkende Kunstfiguren ablösen könnten: die Funzbichlers. Wolfgang und Anneliese. Sie machten den Deutschen Fernsehpreis zur Unterhaltungssendung, retteten den Unterhaltungswert der letzten Wetten dass..?-Ausgabe des Jahres … und sind einfach nur gut. Fernsehpreis und Auftritt bei Gottschalk hier als Kostproben:

    Na guck: Peer Schader von der FAZ ist meiner Meinung: “Schöner die Promis nie nerven”

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    Sehenswerte Reportage des Unifernsehens

    Freitag, 27. November 2009

    Der do1-Nahaufnahme ist eine spannende Begleitreportage gelungen, die sich anzusehen lohnt!

    Am Tag des großen eldoradio*-Geburtstags waren die Fernsehmacher vom Dortmunder Campus mit dem “Mastermind” hinter der Geburtstagsfeier unterwegs: eldoradio*-Musikchef Markus Wiludda hatte alle Hände voll zu tun. Vom Zimmerbuchen über Rechteverhandlungen in letzter Minute bis zum Transport der Technikkisten war er an diesem Tag immer in Bewegung.

    Die Reportage zum Anschauen gibts hier.

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    The rules are, what make 24 better …

    Dienstag, 17. November 2009

    Der Alte? Nein, Jack Bauer! Der Mantel hält nicht die ganze Staffel...Versprochen, der Artikel jetzt kommt auf Deutsch… Es gibt so ein paar Grundregeln, die gelten einfach in jeder Staffel von “24″, auch in der siebten. Hier die wichtigsten:

    Regel 1: Die Dinge sind nicht so, wie du glaubst. Da hast du dich grad an jemanden gewöhnt, ihn (oder sie) als Schwarz oder Weiß, Gut oder Böse eingeordnet, da zertrümmern die Drehbuchautoren deine kleine Welt. Das Schöne dabei: Sie tun es nicht (nur) für einen besseren Cliffhanger. Nein, sie treiben damit die Story voran. Und der Zuschauer hat sooo viel mehr Sehgenuss. Das Problem: Es verändert Sehgewohnheiten. Andere, geradeaus erzählte Geschichten erscheinen nurmehr fad, einfallslos, berechenbar.

    Damit direkt zusammen hängt Regel 2: Tot heißt nicht tot. Folgentod ungleich Serientod.

    Regel 3: Es wird gefoltert. Neu ist: In beinahe jeder Folge wird auch drüber geredet. Staffel 7 ist die erste, die sich in weiten Strecken wie ein Metatext über 24 guckt.

    Regel 4: FBI-Agenten, die sich an die Regeln halten, sind die letzten Deppen. Sie sind dazu da, Jack aufzuhalten, ihm im Weg zu stehen – ja, sie sind eigentlich viel effektiver als die Terroristen. Bedenkenträger, deren Hauptanliegen der eigene Hintern an der Heizung ist. Verständlicherweise habe sie und Jack Bauer nicht viel füreinander übrig. Was  verständlich ist, wenn es im Secret Service, beim FBI und der NSA beinahe so zugeht wie bei Stromberg im Büro…

    Regel 5: Auch Deppen können Helden werden. Können, müssen aber nicht.

    Regel 6: Töchter sind echt schwer zu ertragen. Mit Grausen denken wir zurück an die Handlung um Kim in den ersten beiden Staffeln. Ein Ärgernis für die Fans – wenn auch wichtig für Jack, keine Frage. Und jetzt die Tochter der Präsidentin. Eine Sympathieträgerin? Naja, ich will nicht zu viel verraten…

    Regel 7: Computerexpertinnen haben diesen huschenden, leicht vertrottelt wirkenden Chloe-O’Brien-Blick, der immer aussieht wie kurz vorm Nervenzusammenbruch.

    Regel 8: Während der Präsident / die Präsidentin noch die “Wir-können-aufatmen”-Rede an “my fellow americans” hält, gibt irgendwo in der Unterwelt schon wieder jemand per Handy das Kommando zur nächsten Attacke. Gut für die nächste Staffel.

    Regel 9: Die wichtigste Regel aber, ist die Regel über Regeln, und die wirkt nun doch am besten auf Englisch, im Originaldialog zwischen FBI-Larry und Jack Bauer:
    Larry: “The rules are what make us better!”
    Jack: “… Not today!”

    Übrigens: Danke, Jack, dass du diese graue Herbert-Knebel-Windjacke nach den ersten Folgen dann doch noch ausgezogen hast.

    Auf 7 folgt 8 – so geht’s 2010 weiter:

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    Die alte Tante bricht auf

    Sonntag, 15. November 2009

    Dresden, dieses Wochenende: Die SPD sucht ihren neuen Kurs, zumindest bricht sie auf dieser Suche auf. Gemeinsam, nicht gegeneinander. So wünscht es sich zumindest der neue Vorsitzende, Sigmar Gabriel.

    Das Fazit der Presse war ziemlich einhellig: Gute Rede von Gabriel, dafür gabs mit fast 95% Zustimmung ein sensationell gutes Ergebnis, Klatsche für Andres Nahles als neue Generalsekretärin, eine solide aber längst nicht mitreißende Präsentation Frank-Walter Steinmeiers und zuerst ein warmer, wenn auch nicht herzlicher Abschied von Franz Müntefering. Die wichtigsten Reden hier dokumentiert zum Anschauen.

    (weiterlesen…)

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    Hören mal sehen: WDR Fernsehen zu Besuch bei eldoradio*

    Donnerstag, 12. November 2009

    eldoradio*, der Dortmunder Campussender, feiert in diesen Tagen mit den Hörern seinen zehnten Geburtstag. Der “große Bruder” WDR kam zum Gratulieren.

    Eine Woche lang gab es das Morgenmagazin “Toaster” live vor Publikum aus dem Campus-Café “Sonnendeck”, und am 19.11. wird mit einer Riesen-Party und Live-Musik vom Feinsten im FZW gefeiert. Am Dienstag, 10. November 2009, hat das WDR Fernsehen in seiner Lokalzeit aus Dortmund über eldoradio* und die anderen Campusmedien berichtet. Hier gibt’s das ganze Stück nochmal zu sehen in der WDR Mediathek Regional.

    Alle Infos rund um die Geburtstagsfeier, die ich ab 18 Uhr zusammen mit Florian Peter bei eldoradio* live im Radio moderieren werde, finden sich hier.

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