Archiv für die Kategorie ‘Allgemein’

Tut gar nicht weh: Hurts

Montag, 30. August 2010

100830_hurtsEndlich ist es da, das Debütalbum von “Hurts”. Ja genau, von den beiden Herren aus Manchester, deren “Wonderful life” gerade immer genau dann läuft, wenn ich das Radio einschalte (wobei der Sender fast egal ist, bis auf die Schlager-, Wort- und Klassikwellen spielen ihn alle.) Hurts also jetzt mit nem ganzen Album. “Happiness” heißt es. Und ja, genau die erzeugt es beim Hören.

Während dieser Text entsteht, schallt es zum ersten Mal aus meinen Boxen, und garantiert nicht zum letzten Mal. Die Mischung aus Elektronik und Hymne, aus Coolness und Gefühl in der Stimme, aus Traurigkeit und Optimismus, genau diese Mischung trägt mich beim Hören fort. Ein Album für die Tanzfläche voller erwachsener Menschen, die sich in die Musik reinfallen lassen wollen.

Toller Einstieg mit “Silver Lining”, dann die Single. Spätestens bei “Illuminated” hat der Geist abgehoben. Es wird etwas dauern, bis man die einzelnen Stücke wirklich trennscharf unterscheiden und benennen kann, zunächst fließt der Sound von einem Track zum anderen. Das macht aus den 11+1 Nummern am Ende ein Ganzes.

Es sind große Namen wie Depeche Mode, mit denen Hurts schon verglichen wurden, aber da wollen wir mal nicht anmaßend werden. Da reden wir mal in drei Alben und den ensprechenden Verkaufszahlen nochmal drüber. Aber wünschen würde ich es ihnen nach diesem Debüt auf jeden Fall!

Und hier für alle, die nicht genug davon bekommen können, das Video zur Single:

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Von Butt Rettler, Eva Herman und dem Gefängnis mit Idyllegarantie

Freitag, 30. Juli 2010

Michael Gantenberg ist Autor, Moderator, Journalist, lustig – ein vielseitig wort-talentierter Mensch. Ach ja, den Grimme-Preis hat er auch schon, für “Ritas Welt” mit Gaby Köster.

Der Mann war zwei Stunden zu Gast im eldoradio*-Studio. Herausgekommen ist eine unterhaltsame Doppelstunde über sein neues Buch “Zwischen allen Wolken”, die Anfänge seiner Karriere, und die Frage, für welchen deutschen Comedian er auf gar keinen Fall schreiben würde.

Wer die Sendung nicht im Original hören konnte: Hier ist der (aus Rechtegründen) musikbefreite Podcast.

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… und der Zukunft zugewandt. Ein Kommentar zu RUHR.2010.

Samstag, 10. Juli 2010

eldoradio* in Dortmund, das Campusradio, 07. Juli 2010: Ruhrreporter Björn Boch knurrt in einem Kommentar über RUHR.2010. Für ihn ist das alles Verharren im Gestern, überall Zechentürme, die Kulturhauptstadt nicht mit dem nötigen Blick in die Zukunft. Seine Meinung. Nur dass ich die so gar nicht teilen konnte.

Was ich denn dazu meine? Hier zu hören:

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Sommernacht der Superlative

Sonntag, 27. Juni 2010

100619_extraschicht02t_400200.000 Menschen an 50 Spielorten, dazu 200 Sonderbusse und -bahnen: Es war wirklich eine Sommernacht der Superlative, diese Extraschicht im Ruhrgebiet am 19. Juni.

Die Kulturhauptsstadt feierte ihr Sommerfest mit viel Theater, Musik, Feuer-, Licht- und Wasserspektakel und einer Artistikshow im Dortmunder Stadion. Dort habe ich die Street-Artists der UrbanatiX-Show vor und bei ihrem Auftritt begleitet. 5000 Zuschauer auf der Nordtribüne honorierten die atemberaubende Show mit Standing Ovations. Zurecht!

Insgesamt Sechs WDR-Reporter und Kamerateams waren in der Nacht unterwegs und haben die Höhepunkte zusammengetragen. Der Film “eXTRASCHICHT – Sommernacht der Superlative” steht jetzt auch in der WDR-Mediathek. Reinschauen lohnt sich!

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Wie geht’s 2011 weiter mit RUHR.2010?

Samstag, 26. Juni 2010

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Was bleibt von RUHR.2010, wenn 2010 vorbei ist? Fritz Pleitgen hat da eine Vision: “RUHR.2020″, ein solches Ziel sollte man sich stecken, sagte er im Interview mit der WDR-Lokalzeit aus Dortmund. Ein erneuter “großer Aufschlag in zehn Jahren”.

In der vergangenen Woche (Mitte Juni 2010) hatten Presseveröffentlichungen eine Debatte um die Zukunft der RUHR.2010 GmbH und ihres führenden Kopfes Oliver Scheytt losgetreten. Die Zeitungen der WAZ-Mediengruppe zitierten ein internes RUHR.2010-Papier, nach dem Scheytt ein “Super-Kulturdezernent” fürs Ruhrgebiet werden könnte – an der Spitze einer weitergeführten RUHR.2010 GmbH.

100623_ruhr2010_04_220Fritz Pleitgen, Scheytts Mit-Geschäftsführer, erteilte solchen Plänen eine Absage. Gleichwohl müssten der Geist der Kooperation, die Bündelung der Kräfte für gemeinsame Anstrengungen erhalten bleiben. Pleitgen wandte sich klar gegen “Rosinenpickerei” einzelner Städte, die sich gut laufende Projekte einverleiben wollen.”Das wäre töricht”, so der ehemalige WDR-Intendant wörtlich.

100623_ruhr2010_01_220Den – nach Pleitgens Worten – “höchst attraktiven Standort Metropole Ruhr” haben in den vergangenen Monaten schon hunderttausende Menschen erlebt. SchachtZeichen, Extraschicht, Ruhrfestspiele, Lichtkunst-Biennale und im Juli das Still-Leben auf der A40: All diese Projekte wurden gemeinsam von vielen Menschen aus dem Ruhrgebiet gestemmt. Sie haben Bilder nach außen getragen, die das Image des Ruhrgebiets verändern helfen.

Den Beitrag und das Interview mit Fritz Pleitgen gibt es hier in der WDR Mediathek.

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Ein Lena Meyer-Landrutschsieg*!

Sonntag, 30. Mai 2010

27726_398679514389_603484389_3895949_5675641_nUnglaublich! Hammer! Großartig! Leeeeeeeena! – So oder ähnlich schallte es kurz nach Mitternacht am 29./30. Mai 2010 auf allen Kanälen. Vor allem den digitalen. Facebook, Twitter, Blogs, Gästebücher: Sie waren im Eurovision-Taumel.

Nach 28 Jahren hat Deutschland also zum zweiten Mal den europäischen Gesangswettbewerb gewonnen, die weltgrößte Show ihrer Art. Mit einer Sängerin, die auf die angenehmste Art alles das modern repräsentiert, mit dem sich 1982 schon Nicole in die Herzen der Jurys und Zuschauer gesungen hat.

Wer nicht mit anderen vor dem Fernseher Party machte, tauschte sich im Netz mit anderen aus. “Lagerfeuer 2.0″ hat der Fachdienst DWDL.de das getauft. Die besten Kommentare aus den diversen Chats und Blogs habe ich hier zusammengestellt:

  • “Der walisische Zypriot (oder umgekehrt) kriegt einen Ehrenpreis für das sämigste Milchgesicht des Abends.” (Johannes Waechter bei sueddeutsche.de)
  • zum englischen Beitrag: “Rick Astley mit amputiertem Kehlkopf wäre besser.” (Facebook)
  • “Das hat wehgetan, Großbritannien. Alexander-Klaws-Double mit einer wirklich lahmen Nummer.” (bild.de)
  • Weissrussland. Ganz putzig. Für eine Diktatur.” (Marc Baumann bei sueddeutsche.de)
  • bei der Punktevergabe: “Malta: die Frau, die dafür sorgt, dass die Insel nicht abhebt.” (Facebook)
  • Lettland gibt uns 12 Punkte. Norwegen gibt uns 12. Meine Damen und Herren, wir schreiben Geschichte (ein bisschen zumindest). Wird Franz Beckenbauer nach dem Sieg einsam über die Bühne spazieren, gedankenversunken?” (Marc Baumann bei sueddeutsche.de)
  • “‘Das ist ein Titel, der gewinnen kann’ urteilt Peter Urban über Lena – bei knapp 40 Punkten Vorsprung. Urban ist vermutlich kurz vor Schnappatmung.” (Martina Koch bei sueddeutsche.de)
  • Langsam gewöhnen wir uns daran: ‘12 points go to Germany!’ Auch aus der Schweiz die volle Punktzahl.” (bild.de)
  • “Wir sind Lena!!! Jetzt müssen wir nur noch die WM gewinnen.” (Facebook)
  • Auf Wiedersehen Scorpions, Hallo Lena. Raab jubelt mit Flagge, Lena fasst es nicht. Die Frau ist 19. Jetzt: lebenslang Satellite. Fluch und Segen. Aktuell sehr viel mehr Segen. Peter Urban: ARD und Pro Sieben übertragen live wenn Lena am Flughafen landet. Gaaaanz ruhig, ARD, gaaaanz ruhig. Durchatmen.” (Marc Baumann bei sueddeutsche.de)
  • “29. Mai neuer Nationalfeiertag. 3. Oktober wird abgelöst!” (Facebook)
  • “Werft die Windmaschinen weg, packt die Flammenwerfer ein – ab heute regiert die neue Natürlichkeit!” (Johannes Waechter bei sueddeutsche.de)
  • Unglaublich! Jetzt muss Stefan Raab noch schnell bis Montagabend die Nationalmannschaft zusammenstellen und dann werden wir auch noch Weltmeister!” (Denis Schneider bei Facebook)
  • Europe: You can’t afford all this dancing. You’re in debt! Get back to work!” (@jeffjarvis bei Twitter)

*Die Formulierung aus der Überschrift stammt übrigens aus einem Tweet von @saschalobo!

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    Hochdekokrierte Hamster

    Sonntag, 16. Mai 2010

    Zwei Hamster rocken ein Filmfest: Die zwei namenlosen Helden des Kurzfilms “Die neue Waschmaschine” waren die heimlichen Stars der 68. Deutschen Filmfestspiele in Krefeld.

    Das ist das jährliche Festival der nichtkommerziellen Filmemacher hierzulande. Ein buntes Familientreffen engagierter, begeisterter und begeisterungsfähiger Filmautoren, die mit einfachsten Mitteln ambitionierte und sehenswerte Streifen abliefern.

    Der Mediengestalter Winfried Bellmann hatte mit seinem Hamster-7-Minüter im Jahr 2008 Diplom gemacht – und reüssiert damit seitdem regelmäßig auf Festivals im In- und Ausland. Unter 67 Werken aus ganz Deutschland sorgten die beiden Hamster mit ihrer Eroberung des ultimativen Laufrades (Waschmaschine) für Begeisterung bei Zuschauern und Jury. Am Ende gabs einen der sieben Filmpreise, den Sieg in der Publikumswertung und eine von fünf Weitermeldungen zum Internationalen Festival der nichtkommerziellen Filmemacher, zur UNICA.

    Winfried Bellmann (zusammen mit Doreen Schweikowski) durfte sich außerdem über den FantEx-Wanderpreis für den besten Fantasy-/Experimental-Film freuen: “Timetravel Inc. E”.

    Doch der Abräumer aus Erfurt stellte damit nicht die Leistung der anderen Filmemacher in den Schatten, die eine beeindruckende Zahl sehenswerter, emotionaler, informativer Filme aus verschiedenen Genres boten. Die anderen sechs Filmpreise vergab die Jury (Schauspielerin Dorothea Neukirchen, Fotograf Jürgen M. Wogirz und ich) an diese Filme:

    • In “Zwischen Licht und Schatten” zeichnet Fabian Gießler nach, wie sich die Demenz in die Beziehung eines Ehepaares schleicht. Sensibel und realistisch erzählt, mit feinem Humor und ohne rührselig zu werden, berührte Gießler Zuschauer und Juroren.
    • Ähnlicher Titel, ganz anderes Thema: “Lichterglanz und Feuerzauber” von Christine und Klaus Wilkerling schildert im Stil der klassischen Reportage ein abenteuerliches Ballon- und Lichterfest in Myanmar. Ganz nah dran, lassen die Autoren die Zuschauer mitfiebern und staunen. (weiterlesen…)
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    Wo ein rauhes Wort dich trägt …

    Samstag, 09. Januar 2010

    … weil dich hier kein Schaum erschlägt. – So beginnt die neue Ruhrgebiets-Hymne, die Herbert Grönemeyer heute bei der RUHR.2010-Eröffnung in Essen vorgestellt hat. Und die – hören Sie mal genau hin – zunächst ein bisschen klingt wie “Glückauf, der Steiger kommt”.

    Toller Song, Ohrwurmcharakter – auch wenn man (Herbert-typisch) nicht sofort alles versteht. Akustisch. Wer’s dann nachliest, stellt fest: Ja, auch er spielt natürlich mit den Klischees, aber künstlerisch, lyrisch, verpackt sie einfach besser als andere. Und, seien wir ehrlich, irgendwo müssen die Klischees ja herkommen, ein wahrer Kern wird schon drin sein.

    Es ist ein bisschen wie “Bochum 2.0″, dieses “Komm zur Ruhr”. Eben moderner, weg vom Kirchturmdenken, hin zur Region, meinetwegen auch zur “Metropole Ruhr”.

    Textvergleich im Einzelnen:

    • Erstmal örtliche Einführung: Aus “Tief im Westen, wo die Sonne verstaubt” wird “Wo ein rauhes Wort dich trägt”. Eins zu Null für den neuen Text. Poetischer. Und wahrer, denn die Sonne verstaubt nicht mehr, aber “Hömma, du Kackbratze”, das hört man hier immer noch. (weiterlesen…)
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    Sind das die wahren Moderatoren des heute journals?

    Samstag, 09. Januar 2010

    Es ist 21 Uhr 45, im Bildhintergrund fliegen die Themen durch die virtuelle Deko, eine sonore Stimme wird gleich wieder sagen: “Und jetzt… das heute journal… mit Claus Kleber (kurze Kunstpause) und Gundula Gause.”

    Und ich als alter “Lustige Taschenbücher”-Leser muss dann immer an zwei andere denken, die so ähnliche Namen haben. Sie auch? Aber stellen Sie sich mal vor… Also ich habs mir mal mit Photoshop ausgemalt:

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    … und das ist die pure Lust am Leben …

    Sonntag, 29. November 2009

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    “Eins kann mir keiner nehmen … und das ist die pure Lust am Leben!” – Diese Nummer schallte am Samstag (28.11.2009) gleich zweimal im Laufe des Abends durch die Europahalle in Castrop-Rauxel.

    Passender kann man die Stimmung auf der zehnten AIDS-Gala “Tanz unterm Regenbogen” nicht beschreiben. Besinnlicher Einstieg, dann Lebensfreude pur. Ein Mammutprogramm von 19 bis 1:30 Uhr, gespickt mit Schlagern, Comedy, Musicalhöhepunkten und Cheerleadern. Endgültig niemanden hielt es mehr auf den Sitzen, als vor Mitternacht der Überraschungsgast des Abends auftrat: der Kölner Uwe Engel in seiner Paraderolle als DJ Ötzi. Viele Besucher schauten sich fragend an: “Ist das der echte?” Nein, aber er war abolut überzeugend. Und wenn nicht auch er nur ein begrenztes Zeitbudget gehabt hätte – die Castrop-Rauxeler hätten mit ihm noch am Sonntagmorgen unterm Regenbogen getanzt.

    Die Lokalpresse schreibt dazu:

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