Ich war für die WDRLokalzeit aus Dortmund beim Aufbau der Ausstellung dabei, und hab sie alle gesehen, die Helden: Liegende, kopflose, überdimensionale, sehr alte – und sogar meinen Nachnamensvetter mit der gewöhnungsbedürftigen Frisur…
Außerdem erfahren wir,wie man mehr als 2000 Jahre alte Marmorreliefs sauber an eine Hattinger Holzwand dübelt.
In der WDR4-Rubrik “Auf ein Wort” habe ich mich anlässlich des Viertelfinals am 05. März mit “Unser Star für Oslo” beschäftigt. Denn für mich steht die Siegerin schon fest. Ich hab mal geguckt, was Lena Meyer-Landrut mit der bislang einzigen deutschen Siegerin gemeinsam hat:
Sie hat Europa damals verzaubert: Dieses langhaarige, unschuldige Mädchen mit der weißen Gitarre sang sich in die Herzen der Jurys. Ein deutsches Mädchen, das sich im kalten Krieg ein bisschen Frieden wünschte – Nicole traf den Nerv. Und nun scheint sie da zu sein, Nicole 2010 – nur heißt die nicht Nicole, sondern Lena. Lena Meyer-Landrut. Noch hat sie längst nicht gewonnen, vier Konkurrenten buhlen noch mit ihr um die meisten Anrufe – und Favoritensterben ist so ein fieses Wort. Zumal die anderen auch alle singen können: Kerstin, die 1-Meter-80-Elfe mit der engelsgleichen Stimme. Jennifer, die Rock-Röhre mit viel Energie, Sharyhan Osman, die sogar selbst hörbare Songs schreiben kann. Und natürlich Christian Durstewitz, den alle Dursti nennen, manche sogar Flitzpiepe – was durchaus liebevoll gemeint ist. Weiterlesen »
Twittern Sie? Sind Sie bei Facebook, Stayfriends, myspace und meinVZ? Diese sogenannten Sozialen Netzwerke sind zurzeit DER Renner im Internet. Keine Sparte des Netzes wächst so schnell. Und zwar nicht nur bei den jungen, die eh dauernd online sind. Nein, inzwischen entdecken vor allem die reifen Erwachsenen das sogenannte Web 2.0 für sich. Und das ist längst mehr als Pinnwand und Nachrichtenbörse. Inzwischen spielen da Leute, von denen man es früher nie erwartet hätte.
Margitta braucht Nägel. Sie baut nämlich grad nen Pferdestall und muss sich dafür das Material zusammenbetteln. Dabei kann Margitta gar nicht reiten. Aber sie ist bei Facebook angemeldet – wie mehr als 7 Millionen andere Deutsche. Und da baut sie sich eben gerade ihre eigene kleine Farm auf. Farmville heißt das Spiel, süß gemachte Grafiken von Blümchen und Häschen, wunderbaren Blumensträußen und gerne auch mal lila Kühen. Gespielt wird interaktiv mit den anderen Nutzern von Facebook. Eine nette Ablenkung zum Feierabend – nicht nur für Frauen in den besten Jahren wie Margitta. Wer es härter mag, der kann bei Mafia Wars seine Qualitäten als sizilianischer Pate testen, selbst in Ostwestfalen. Dem globalen Netz sei Dank. Und fast schon meditativ kommt Happy Aquarium daher. Hier schwimmen alle vernetzten Freunde aus dem Adressbuch als Fische umher – am Valentinstag sogar ergänzt um ein paar süße Kuss-Fische. Weiterlesen »
… weil dich hier kein Schaum erschlägt. – So beginnt die neue Ruhrgebiets-Hymne, die Herbert Grönemeyer heute bei der RUHR.2010-Eröffnung in Essen vorgestellt hat. Und die – hören Sie mal genau hin – zunächst ein bisschen klingt wie “Glückauf, der Steiger kommt”.
Toller Song, Ohrwurmcharakter – auch wenn man (Herbert-typisch) nicht sofort alles versteht. Akustisch. Wer’s dann nachliest, stellt fest: Ja, auch er spielt natürlich mit den Klischees, aber künstlerisch, lyrisch, verpackt sie einfach besser als andere. Und, seien wir ehrlich, irgendwo müssen die Klischees ja herkommen, ein wahrer Kern wird schon drin sein.
Es ist ein bisschen wie “Bochum 2.0″, dieses “Komm zur Ruhr”. Eben moderner, weg vom Kirchturmdenken, hin zur Region, meinetwegen auch zur “Metropole Ruhr”.
Textvergleich im Einzelnen:
Erstmal örtliche Einführung: Aus “Tief im Westen, wo die Sonne verstaubt” wird “Wo ein rauhes Wort dich trägt”. Eins zu Null für den neuen Text. Poetischer. Und wahrer, denn die Sonne verstaubt nicht mehr, aber “Hömma, du Kackbratze”, das hört man hier immer noch. Weiterlesen »
Es ist 21 Uhr 45, im Bildhintergrund fliegen die Themen durch die virtuelle Deko, eine sonore Stimme wird gleich wieder sagen: “Und jetzt… das heute journal… mit Claus Kleber (kurze Kunstpause) und Gundula Gause.”
Und ich als alter “Lustige Taschenbücher”-Leser muss dann immer an zwei andere denken, die so ähnliche Namen haben. Sie auch? Aber stellen Sie sich mal vor… Also ich habs mir mal mit Photoshop ausgemalt:
Stellen Sie sich vor, Sie haben einen Tag Zeit für eine kleine Entdeckungstour. Eine Tour durchs Ruhrgebiet. Das liegt grad nahe, denn “Wir sind Hauptstadt”, europäische Kulturhauptstadt. “RUHR.2010″ heißt das Ganze und wird uns bis Dezember beschäftigen.
Aber zurück zum “Stellen Sie sich vor…”: Genau das hab ich mit dem Kollegen Christian Schön im Sommer gemacht. Wir sind einfach mal nen Tag rumgefahren, haben Punkte angesteuert, haben uns treiben lassen durch die “Metropole Ruhr”. Bewusst nicht auf der Suche nach Menschen und Geschichten, sondern in diesem Fall mal nach Perspektiven, Blicken, Aussichten.
Kleiner Programmtipp in eigener Sache: 24.12., 9-12 Uhr, sollten wir alle gemeinsam bei eldoradio* aufs Christkind warten. “HeiligMorgenSonderToaster” nennt sich die Veranstaltung traditionell etwas sperrig. Aber die hat’s in sich.
Im letzten Jahr klang das zum Beispiel so:
Zusammen mit Torben und Anne Weibert sowie unserer “Weihnachtsmännin” Kristina Budde liefern wir die beste Musik zum Baumschmücken und letzte-Geschenke-Einpacken, räumen mit Gerüchten rund um die rätselhafte Weihnachtsgurke auf, machen uns mit unserem eldoradio*-Theologen tiefschürfende Gedanken und verraten zusammen mit den Hörern das Christkind?
Das Christkind verraten? Ganz genau! Wer uns eine Mail schreibt an heiligmorgen@eldoradio.de oder während der Sendung anruft, kann was gewinnen. Dafür müsst ihr einfach nur verraten, was ihr am Abend im Namen des Christkinds verschenken werdet. Wir revanchieren uns mit einem Überraschungs-Geschenk-Paket der wunderbarsten Sorte. Lust mitzumachen? Dann schnell mailen oder am HeiligMorgen direkt im Studio anrufen unter 0231 / 755 – 7474.
Ich hoffe, wir hören uns: Am 24.12. um 9 Uhr bei eldoradio* zum HeiligMorgenSonderToaster!
2009 ist rum – was gab’s im Fernsehen? Immer noch Wetten, dass..?, einen 3-Millionen-Gewinn bei Schlag den Raab, die Grüne Hölle beim ZDF, unsere Lokalzeit hat ne chice neue Deko – und Horst Schlämmer gab überall Interviews.
Naja, und dann gabs ja noch die beiden, die Horst Schlämmer als beste echt wirkende Kunstfiguren ablösen könnten: die Funzbichlers. Wolfgang und Anneliese. Sie machten den Deutschen Fernsehpreis zur Unterhaltungssendung, retteten den Unterhaltungswert der letzten Wetten dass..?-Ausgabe des Jahres … und sind einfach nur gut. Fernsehpreis und Auftritt bei Gottschalk hier als Kostproben: